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Pressestimmen
Wo sind Wiener Zaubertöne? Mozarts "Zauberflöte" läßt sich derzeit in Staats- und Volksoper vergleichen In der Staatsoper präsentierte man die langweilige, im zweiten Akt völlig auseinanderbrechende Marelli-Inszenierung mit neuer Besetzung und erstmals unter der Leitung von Kyrill Petrenko. Der mit seinem Meininger "Ring" international bekannt gewordene russische Dirigent bewies sicheren Instinkt für klare Tempodramaturgie und blühte mehr und mehr auf. Zuletzt begaben sich zum straffen, klar artikulierten Mozartspiel des Orchesters auch noch prächtige dialogische Spiele zwischen Holzbläsern und Streichern. Da ist man auf dem Weg zu einem eloquenten Mozartstil, dem auf der Bühne allerdings kein Sänger zu entsprechen vermag. Peter Roses in der Tiefe schwächlicher Sarastro so wenig wie die ordentlich, aber doch farblos singende Pamina von Riccarda Merbeth, die wackelige Königin der Nacht von Milagros Poblador oder der steife Tamino Rainer Trosts. Hans Peter Kammerers sympathischer Papageno bleibt völlig isoliert. In der Volksoper drehte sich das Bild dann um. Hier zeigt sich das Ensemble etwas geschlossener, allerdings fehlt ein ordentlicher Dirigent. Marc Foster enttäuschte nach der "Entführung" nun mit seinem nächsten Mozart-Dirigat: Zahllose Wackelkontakte allerorten, unausgewogener Klang, fehlender Esprit und eigenwillige Tempi. Steve Davislim bot mit manch angestrengter Höhe einen sehr ordentlichen Tamino, die junge Elisabeth Kulman gab eine hervorragende Talentprobe als Pamina ab. Brav wienerisch zeigte sich der Papageno Klaus Kuttlers, schwächlich dagegen der Sarastro von Taras Konoschenko und kläglich die drei Damen. Szenisch hat die Volksoper mit Robert Carsens eigenwilliger, doch ansprechender Inszenierung die Nase allerdings weit vorn vor der Staatsoper. Wilhelm
Sinkovicz/Stefan Musil - DIE PRESSE
- 2. Januar 2002

... Als Pamina sprang Elisabeth Kulman für Birgid Steinberger ein und landete einen sehr großen persönlichen Erfolg. Eine junge Sängerin mit sehr schönem lyrischen Timbre, die man noch öfter hören will. Elena Habermann - DER MERKER
- Jänner 2002
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