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Pressestimmen
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Konzert war eine helle Freude Stadtkantorei und das neue Ensemble Bochum Barock zeigen Bachs Weihnachtsoratorium "Bochum für das Ruhrgebiet: Kulturhauptstadt Europas 2010" - Dieser Solgan war am Samstagabend auch im Programmheft der Stadtkantorei zu lesen. Die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach unter dem Kirchenmusikdirektor Arno Hartmann kann getrost zu den kulturellen Highlights der Region gezählt werden. Das Konzert mit vier von der insgesamt sechs Kantaten des Oratoriums waren eine helle Freude. Hartmann hatte die erste Kantate mit dem berühmten Eingangschor "Jauchzet, frohlocket!" sowie die seltener zu hörenden Kantaten 4 bis 6 für das Programm in der Christuskirche ausgewählt. Unterstützt wurde die Stadtkantorei von dem neu gegründeten Ensemble Bochum Barock, dem renommierten Trompeten-Consort Friedemann Immer und herausragenden Gesangssolisten. Letztere boten faszinierende Duette zwischen Sopran (Cornelia Horak) und Bass (Gerd Grochowski), bezaubernde Alt-Arien (Elisabeth Kulman) und eindrückliche Tenorrezitative von Alexander Kaimbacher. Mit Arno Hartmann wirkt in Bochum seit dem letzten Jahr eine Musikerpersönlickeit, die das künstlerische Schaffen der seit Jahren gut gebildeten Stimmen der Stadtkantorei mit neuen Kontakten und Aufführungsstilen bereichert und fördert. Bochum Barock wurde eigens initiiert, um der Stadtkantorei für die Aufführung barocker Werke ein adäquates Ensemble zur Seite zu stellen. So hält nun endlich auch die klanglich so reizvolle historische Aufführungspraxis im Revier Einzug, bislang war man vor allem auf Gastspiele angewiesen. Und was da gemeinsam mit dem Friedemann-Immer-Consort tönte, war echte Klangkultur. Kein Wunder bei einem Dirigenten, der sich in historischer Aufführungspraxis bei Musikern wie Andrew Parrot oder Bruno Weil schulen konnte und schon mit für ihre Klangpflege so bekannten Orchestern wie den Wiener Symphonikern zusammen arbeitete. Die von Publikum bejubelte Kantorei präsentierte sich in allen Stimmlagen mit einem geschliffenen, homogenen Klang. Die Gesamtinterpretation offenbarte ein feines und kenntnisreiches Zusammenführen von Orchestersätzen, Chorälen und kammermusikalisch begleiteten Arien. Ein Konzert, das zeigte, wie viel geht, wenn man die Stimmen vor Ort fördert und neue Impulse mitbringt.
Antje Grajetzky - WAZ - 20. Dezember 2004

Im vorweihnachtlichen Rummel und kulturellen Überangebot freut man sich als Musikliebhaber dann doch über das eine oder andere wirklich schöne Highlight. So geschehen letzten Samstag in Bochum, Deutschland. Zur Aufführung gabracht wurde dort Bachs "Weihnachtsoratorium" in gekürzter Fassung (Kantaten 1, 4, 5 und 6) mit nicht unwesentlicher Besetzung, vor allem aus volksoperntechnischer Hinsicht. Das Solistenensemble bestand aus Elisabeth Kulman, die im Herbst erst erfolgreich ins Mezzo-Fach umgestiegen war und fulminant als Bocaccio in "unserem Haus" debütierte, Cornelia Horak (vormals Hosp) - 1999 auf ein Jahr fixes Ensemblemitglied in der VOP - und Alexander Kaimbacher, der immer wieder als Gast in Stücken wie z.B. Sommernachtstraum bei uns auftrat sowie der deutsche Bassist Gerd Grochowski, der u.a. in Linz Wagner-Partien bestreitet. Begleitet wurden die vier von der "Stadtkantorei Bochum" und dem beinahe Kammerorchester-besetzten "Bochum Barock" sowie dem "Trompeten Consort Friedemann Immer", welche auf historischen bzw. historisch nachgebauten Instrumenten erahnen ließen, wie denn die Aufführungspraxis zu Lebzeiten des Komponisten Bach ausgesehen haben könnte. Ein insgesamt schöner harmonischer Klang mit wenigen bläserischen Ausnahmen füllte Samstag Abend die Christuskirche Bochum, die Straffung tat dem musikalischen Erlebnis aus meiner Sicht keinen Abbruch - zusätzlich nett war die Idee, den Text der Rezitative, Choräle und Arien im Programmheft zu drucken. Der Dirigent Arno Hartmann (hatte in Wien studiert!) leitete mit sensibler Hand durch den Abend und bereitete sich und dem ausverkauften Saal einen schönen wie erfolgreichen vorweihnachtlichen Abend. Herauszuheben ist Elisabeth Kulman in der Alt-Partie, die einmal mehr bewies, welche Stärke, Wärme und Ausdruckskraft auch in den Tiefen ihrer Stimme liegt, sie in Ausübung ihres "Berufes" vielmehr eine Berufung sieht und dabei förmlich aufblüht. Für geübte VOP-Besucher ist es eine Wohltat, die Entwicklung dieser jungen, äußerst begabten und vielversprechenden Sängerin zu verfolgen und festzustellen, dass sie auch ausserhalb Österreichs sehr erfolgreich ihre Frau steht. Letzteres lässt sich besonders auch durch das kommende Engagement feststellen, eine mehrwöchige Tournee durch Japan mit VOP-Musikern, bei der E. Kulman bereits zum zweiten Mal auftritt. Man wird in Zukunft wohl aufpassen und sich sehr früh schon um Karten für diverse Auftritte bemühen müssen, denn der Name Elisabeth Kulman ist Garant für musikalische Sensibilität, für Kunst in Vollendung ... Verena Ramsl - YAHOO! GROUP VOpera - 21. Dezember 2004
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