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Liederabende

Lange Nacht der Musik
Konzert 1: Liederabend mit dem Haydn Quartett
Konzert 2: Lieder mit Cornelia Herrmann

Ort
Lange Nacht der Musik (ORF) - Wien - Stadtinitiative

Termine
Samstag, 19. Juni 2004, 19.30 Uhr (mit dem Haydn Quartett)
Samstag, 19. Juni 2004, 21.45 Uhr (mit Cornelia Herrmann)

Besetzung 1
Elisabeth Kulman, Gesang
Haydn Quartett
Fritz Kircher, Violine I - Martin Kocsis, Violine II
Gerswind Olthoff, Viola - Nikolai New, Violoncello

Programm 1
* Joseph Haydn: Arianna a Naxos (Kantate für Sopran und Streichorchester)

* Felix Mendelssohn-Bartholdy (Arr. Aribert Reimann): 4 Lieder nach Texten von Heinrich Heine
Gruß op.19/5
Reiselied op.34/6
Morgengruß op. 47/2
Auf Flügeln des Gesanges op. 34/2

* Robert Schumann (Arr. Aribert Reimann): 3 Lieder aus op. 107
Der Gärtner (Mörike)
Im Wald (Müller von Königswinter)
Abendlied (Kinkel)

* Franz Schubert (Arr. Fritz Kircher):
Lied:
Der Tod und das Mädchen D 531 (Claudius)
2. Satz aus dem
Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 ("Der Tod und das Mädchen")
4 Lieder:
Gretchen am Spinnrade D 118 (Goethe)
Die Sterne D 939 (Leitner)
Auf dem Wasser zu singen D 774 (Stolberg)
Erlkönig D 328 (Goethe)

* Zugabe: Du bist die Ruh D 776 (Rückert)

Besetzung 2
Cornelia Herrmann, Klavier
Elisabeth Kulman, Sopran
Bojidara Kousmanove & Christoph Ehrenfellner, Violine - Johannes Flieder, Viola - Bernhard Naoki Hedenborg, Violoncello

Programm 2
Franz Schubert:
Wanderers Nachtlied I, D 224
Wanderers Nachtlied, D 768
"Wanderer-Fantasie", D 760

J.S. Bach:
Italienisches Konzert, BWV 971
Klavierkonzert A-Dur, BWV 1055

Text
Im Rahmen der "Langen Nacht der Musik" findet im Anschluss an Elisabeth Kulmans Liederabend mit dem Haydn Quartett themenübergreifend ein Klavierabend mit der jungen Pianistin Cornelia Herrmann statt.
Elisabeth Kulman wird den Abend mit zwei Schubert-Liedern ein-/überleiten.
Im Anschluss an diesen Klavierabend (ab 23.30 Uhr) wird der thematische Bogen weiter von Bach über Beethoven und Schnittke bis Martinu gespannt. Interpreten sind Jörg Ulrich Krah am Violoncello und Hiroyo Masamura am Klavier.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der
Stadtinitiative Wien.

Cornelia Herrmann und Elisabeth Kulman lernten einander im März 2004 bei einem Konzert in Luzern kennen. Dort musizierten sie gemeinsam mit dem Mozarteum Orchester Salzburg die Mozart-Konzertarie "Ch'io mi scrodi di te" für Sopran, obligates Klavier und Orchester. Das musikalische Einverständnis war sofort gegeben, und so lag eine weitere Zusammenarbeit nahe, die Sie am 19. Juni 2004 mitverfolgen können.
Ein paar Worte zu ihrer Berufslaufbahn:
Cornelia Herrmann, geboren 1977 in Salzburg, wurde bereits als Achtjährige an der Hochschule Mozarteum in die Klavierklasse aufgenommen. Nach nur einem Jahr Studium gewann sie als jüngste Teilnehmerin den Wettbewerb "Jugend musiziert". Nach Studien in Salzburg, Budapest und Wien gewann sie 1996 als jüngste Finalistin den Int. Bach-Wettbewerb in Leipzig und 1999 den Sonderpreis des Int. Mozart-Wettbewerb in Salzburg. Im Mai 2001 gewann sie den Grossen Förderpreis der Hildegard-Maschmann-Stiftung.
Cornelia Herrmann arbeite u.a. mit den Dirigenten Sir Roger Norrington bei den Salzburger Festspielen, Hubert Soudant, Marcello Viotti, Hubert Soudant und Manfred Honeck zusammen und machte mehrere CD- und Rundfunkaufnahmen beim ORF, NDR und MDR.
Ihrem erfolgreichen Debut bei den Salzburger Festspielen 2002 folgte ein Reengagement im folgenden Jahr. Im Januar 2003 war sie die Solistin bei einer Spanien-Tounee der Camerata Salzburg mit Sir Roger Norrington.
Ihm Rahmen ihrer Konzerte mit dem NHK Symphony Orchestra unter James Judd im Juli 2003 wurde ihr von JVC ein Vertrag für 3 CD-Produktionen angeboten.
Ein ausführliches Portrait der interessanten jungen Künstlerin finden Sie auf der Homepage der Künstleragentur
PRIMUSIC.

Links
Stadtinitiative Wien: www.stadtinitiative.at
Haydn Quartett: www.haydnquartett.com
Portrait Cornelia Herrmann: Agentur 
PRIMUSIC

 

Haydn Quartett

Haydn Quartett

 

Presse

 

Cornelia Herrmann

Cornelia Herrmann

Pressestimmen

In Wien wird bald etwas zur Tradition - und so findet seit einigen Jahren zum Abschluss der Festwochen als gemeinsame Veranstaltung von ORF und Stadt Wien die "Lange Nacht der Musik" statt. Mit einer einzigen (mit € 12,00 auch noch sehr preisgünstigen) Eintrittskarte konnten gestern rd. 50 Veranstaltungen besucht wereden, darunter auch Staatsoper und Volksoper. Das Programmangebot reichte von Tradition bis Moderne, von Oper über Operette bis Musical, von Klassik bis Jazz und DJs, von Solokonzerten bis zu Liederabenden.
Einen solchen bot Elisabeth Kulman in den Räumen der Stadtinitiative Wien und bewies einmal mehr ihre hohe Musikalität und ihren Mut, ausgetretene Pfade zu verlassen. Sang sie doch die eher selten dargebotene Kantate "Arianna a Naxos" für Sopran und Streicher von Joseph Haydn sowie Lieder von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Robert Schumann und Franz Schubert in der Bearbeitung für Streichquartett durch Aribert Reimann und Fritz Kircher.
Mit "Arianna a Naxos" hat Haydn eine nicht ganz viertelstündige Szene komponiert, die ihn als durchaus musikdramatisch begabten Musiker zeigt. Eine Qualität, die weniger in seinen Orchesterwerken oder auch Opern zur Geltung kommt, als viel mehr in den Oratorien und zum Teil im Bereich der Kammermusik. Und diese Kantate kommt den Fähigkeiten von Elisabeth Kulman in jeder Weise entgegen. Hier kann sie die Modulationsfähigkeit ihrer schönen Stimme unter Beweis stellen und die ganze Bandbreite ihrer Farben und Nuancen ausleben. Der heftige Beifall bewies, dass es auch einem durchaus inhomogenen Publikum gefallen hat.
Die Lieder kennen wir alle in der traditionellen Form mit Klavierbegleitung; manchmal auch in transponierter Form, wenn "dunkle" Lieder von "hellen" Stimmen gesungen werden oder umgekehrt. Der (lebende) deutsche Komponist Aribert Reimann ist dem Stammpublikum der Volksoper wahrscheinlich weniger bekannt (und ich gestehe, von seinen Kompositionen kenne ich auch nur sehr wenig). In der Bearbeitung der Lieder lässt er die Singstimme unverändert und ersetzt das Klavier durch ein Streichquartett (sehr gut in diesem Konzert das Haydn Quartett), wobei die Stimmführung unter den Instrumenten wechselt. Da er eine "moderne" Begleitung meidet, ergibt sich ein zwar ungewohntes, aber durchaus passendes Klangbild, das der menschlichen Stimme eine warme Basis bietet. Ähnliches gilt für die Bearbeitung der Lieder durch Fritz Kircher. Hier setzten die Programmmacher einen interessanten Vergleich an - dem Lied "Der Tod und das Mädchen" folgte der 2. Satz aus dem "Der Tod und das Mädchen" genannten Streichquartett Nr. 14 in d-Moll (da war das Haydn Quartett in seinem Element und konnte seine Qualitäten voll ausspielen).
Auch nach diesem Teil geizte das Publikum nicht mit Beifall und wurde mit einer Zugabe belohnt.
Ich weiss nicht, ob die Möglichkeit besteht, dieses Programm noch einmal zu hören. Wenn es aber der Fall ist, dann sollte jeder, der sich als Musikfreund bezeichnet, hingehen und sein erlebtes Repertoire erweitern.
Mit Cornelia Hermann - einer jungen in Salzburg geborenen Pianistin, der das folgende Konzert gewidmet war - am Bösendorfer, sang Elisabeth Kulman dann zum Beginn des nächsten Teiles dieses langen Abends noch "Wanderers Nachtlied" (D 224 und D 768) in der "traditionellen" Form. Und hier zeigte sie, welch wunderbare Liedsängerin sie ist
und dass es eigentlich bedauerlich ist, dass wir solche Abende nicht öfter genießen können. Ergänzend zu den Figuren der Opern.
Michael Koling - YAHOO! GROUP VOpera - 20. Juni 2004

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