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Geistliche Musik

J.S. Bach: Magnificat
"Mit Pauken und Trompeten"

Ort
München - Herkulessaal

Termin
Donnerstag, 24. November 2005 - 20.00 Uhr

Besetzung
Andrea Brown, Sopran
Elisabeth Kulman, Alt
Marcus Ullmann, Tenor
Thomas Bauer, Bass

Edgar Krapp, Orgel
Münchener Bach-Chor
Bayerisches Staatsorchester
Dirigent: Hansjörg Albrecht

Programm
* Johann Sebastian Bach: Konzert D-Dur für 3 Trompeten, Pauken und Orchester, BWV 249
* Johann Sebastian Bach: Magnificat D-Dur, BWV 243
* Francis Poulenc: Gloria D-Dur für Sopran, Chor und Orchester
* Francis Poulenc: Konzert g-moll für Orgel, Pauken und Orchester

Text
Mit Pauken und Trompeten - hinter diesem möglicherweise etwas salopp anmutenden Titel verbirgt sich einer der Höhepunkte des Münchener Bach-Chors in der Spielzeit 2005/2006. Ein akustisches Schmankerl, dem der neue Leiter des Münchener Bach-Chors seine ganz eigene Handschrift verleiht.
Seit Herbst 2005 leitet Hansjörg Albrecht den Traditions-Chor aus München. Der junge Dirigent, Organist und Cembalist aus Freiberg in Sachsen, der über die Empfehlung von Peter Schreier mit dem Münchener Bach-Chor in musikalische Beziehung trat, hat bereits einige erfolgreiche Konzerte mit dem Chor aufgeführt, u.a. a-cappella-Werke und 2005, im Herkulessaal, vier Bach-Kantaten.

An die Spitze der Chorlandschaft
Hansjörg Albrecht und der Bachchor
"Das Konstrukt Münchener Bach-Chor und Münchener Bach-Orchester kannte ich nur vom Namen. Ich bin eine andere Generation. Und warum sollte ich Angst vor dem übergroßen Erbe von Karl Richter haben? Die große Zeit habe ich, da ich erst 1972 geboren bin, selber nicht erlebt, kenne sie nur aus Büchern. Schallplatten vom Chor habe ich sehr wenig gehört. Ich fange hier wirklich komplett neu an. Zudem bin kein Mensch der zurückschaut, sondern ich schaue nach vorn."
Selbstbewusst, engagiert und mit einem ambitionierten Programm will der gebürtige Dresdner Hansjörg Albrecht das Laienensemble wieder an die Spitze der deutschen Chorlandschaft führen. Doch es wird kein Remake geben. Die Arbeit, die ihm bevorsteht, vergleicht Albrecht mit derjenigen, die Simon Rattle einst in Birmingham hatte. Unvermeidbar dabei: das Thema Verjüngung des Chores. So wird es beispielsweise jedes Jahr vor den Sommerferien für den gesamten Chor ein Vorsingen geben.
Inhaltlich hat Albrecht eine konkrete Zielrichtung: "Meine Idee ist, ausgehend von Regers Ausspruch, ,Bach ist Anfang und Ende aller Musik’, die Bach'sche Musik als Zentrum zu sehen und trotzdem für den Chor und für das Publikum das Repertoire wesentlich zu erweitern. In Richtungen zu gehen, die bisher so noch nicht kommen konnten oder gekommen sind. Ich würde mich selbst als Musiker charakterisieren, der sich nicht festlegen kann und sich auch nicht festlegen lässt."
Hans-Jörg Albrecht hat einen vier Jahresvertrag, und am Donnerstag, den 24. November, beginnt offiziell seine "Amtszeit" beim Münchener Bach-Chor mit einem Festkonzert um 20 Uhr im Herkulessaal unter dem Motto "Mit Pauken und Trompeten". Neben Bachs Konzert für drei Trompeten und dem Magnificat stehen das Orgelkonzert und das Gloria von Francis Poulenc auf dem Programm. Besonders erfreut ist Albrecht, dass das Bayerische Staatsorchester den Chor begleiten wird.
Zukünftig wird der Münchener Bach-Chor übrigens auch häufiger an unterschiedlichen Aufführungsorten in unterschiedlichen Formationen zu hören sein. Entsprechende Musik in entsprechenden Räumen, so die Devise des jungen Chorchefs.
Münchner Merkur

Links
Dirigent Hansjörg Albrecht: www.hansjoerg-albrecht.com
Sopranistin Andrea Brown: www.andrea-brown.de
Tenor Marcus Ullmann: www.marcus-ullmann.de
Münchener Bachchor:
www.muenchener-bachchor.de
Bayerisches Staatsorchester: www.staatsorchester.de
Karten: www.tonicale.de

 

Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach

 

Presse

 

Hansjörg Albrecht

Hansjörg Albrecht

Pressestimmen

Das Händel-geschulte Staatsorchester kam erwartungsgemäß mit Albrecht historisch orientierter Musizierweise gut zurecht. Die Zielgerade ist noch lange nicht erreicht. Albrecht wird mühevolle Aufbauarbeit leisten müssen, um wirklich neue Akzente setzen zu können. In Sachen Alte Musik ist München eine Diaspora. Mit Bachs "Magnifikat", erweitert durch die Weihnachtssätze, kam aber ein Leuchten am Horizont auf. Albrecht ließ locker und durchsichtig singen und spielen, donnerte weder die "Sicut locutus"-Fuge herunter noch setzte er den Schlusschor unter orchestralen Hochdruck. Ein differenziertes Piano-Musizieren war angesagt, vom Solistenensemble (Andrea L. Brown, Elisabeth Kulman, Marcus Ullmann, Thomas E. Bauer) vorbildlich übernommen. Das lässt ebenso auf die Zukunft hoffen wie Albrechts Programmgestaltung: Zwischen die beiden Bach-Werke setzte er Poulencs "Gloria" und dessen Orgelkonzert, mit dem souveränen Edgar Krapp als Solisten. Sinnfälliger hätte man die neue Richtung nicht weisen können, und man darf auf die künftige Gangart des Münchener Bach-Chors gespannt sein.
R. Schwarz - ABENDZEITUNG - 26. November 2005

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Elisabeth Kulman - www.kulman.info