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Oper

Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel

Ort
Wiener Volksoper

Termine
Mittwoch, 21. Dezember 2005 - 19.00 Uhr (Rollendebüt)
Freitag, 23. Dezember 2005 - 17.00 Uhr
Dienstag, 27. Dezember 2005 - 18.00 Uhr

Besetzung
Hänsel: Elisabeth Kulman
Gretel: Birgid Steinberger
Gertrud: Irmgard Vilsmaier, Ulrike Steinsky
Peter: Wicus Slabbert, Sebastian Holecek, Klaus Kuttler
Sandmännchen: Renée Schüttengruber
Taumännchen: Martina Dorak, Daniela Fally
Die Knusperhexe: Mara Zampieri, Irmgard Vilsmaier

Dirigent: Peter Rundel

Inszenierung: Karl Dönch
Bühne: Toni Businger
Kostüme: Toni Businger

Programm
Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel

Text
Karl Dönchs Inszenierung dieses Volksopernklassikers hat über die Jahre nichts von ihrer Faszination verloren! Mit großen Augen verfolgen Jung und Alt seit Jahrzehnten den gewagten Ritt der Hexe auf ihrem Zauberbesen, mit Begeisterung lauscht das Publikum so bekannten Melodien wie "Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh", "Ein Männlein steht im Walde" oder "Brüderlein, komm tanz mit mir!"

Inhalt: Die Oper basiert auf dem gleichnamigen Märchen, in dem zwei Kinder von ihren armen Eltern im Wald ausgesetzt werden. Die Familie lebt in bescheidenen Verhältnissen: Nachdem die Kinder eine Schüssel Milch verschütten, schickt sie die Mutter in den Wald, wo eine böse Hexe lebt. Die Kinder verlieren sich. Als es Nacht wird, lassen zwei Zwerge sie einschlafen. Sie werden von der Hexe gefangen, aber schließlich gelingt es ihnen, sie zu überwinden und nach Hause zurückzukehren.

Links
Wiener Volksoper: www.volksoper.at
Radio Österreich 1: oe1.orf.at 

 

Elisabeth Kulman mit Mara Zampieri als Hexe

Elisabeth Kulman (Hänsel) mit Mara Zampieri (Knusperhexe)

 

Fotos

Presse

 

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Radio-TIPP
"Apropos Oper" am Sonntag, 18. Juni 2006
, 15.06 Uhr auf Radio Österreich 1 bringt Ausschnitte mit Elisabeth Kulman als Carmen, Dritte Dame, Hänsel und Boccaccio.

Pressestimmen

Wenn die Knusperhexe die Geschichte erzählt
Mara Zampieri gab am Mittwoch ihr Volksopern-Debüt in Humperdincks "Hänsel und Gretel".

Wenn die Volksoper von Kindern gestürmt wird, dann ist klar, dass Weihnachten naht. Denn Humperdincks "Hänsel und Gretel" bleibt ein Kinder-Klassiker, - auch wenn die Konkurrenz groß ist. "Kino gefällt mir besser", sagt ein Mädchen in der Pause zu ihrer Mutter. Ohne Anstrengung geht's also nicht, will man sich das Publikum der Zukunft sichern. Mara Zampieri als Knusperhexe zu engagieren ist da schon einmal ein guter Anfang. Vokal überstrahlt sie ohnehin alle anderen, sie artikuliert klar, singt mit unglaublicher Leichtigkeit. Auch darstellerisch glänzt sie: So verschroben und hinterlistig wie möglich präsentiert sie die böse Hexe. Ein wunderbar ungewöhnliches Volksopern-Debüt.
A propos klare Artikulation: Die ist bei einem jugendlichen Publikum besonders wichtig, sonst hapert's mit der Aufmerksamkeit. Zampieri und Wicus Slabbert (Peter) waren auch in den hinteren Reihen verständlich. Beim freudigen Lobgesang zum Schluss hatte Slabbert aber wohl doch auch ein weinendes Auge, - schließlich war es seine Abschiedsvorstellung. Nach Fall des Vorhangs bekam er die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Volksoper verliehen.
Elisabeth Kulman gab einen burschikosen Hänsel, stimmlich überzeugte sie mit ihrem klaren, schön timbrierten Mezzo. Mit behutsamer Stimmführung punktet Birgid Steinberger (Sopran) als Gretel, die manchmal etwas zu verhalten ist. Souverän: Irmgard Vilsmaier als Gertrud, Renée Schüttengruber als Sandmännchen und Daniela Fally als Taumännchen.
Peter Rundel hat das Stück mit dem Volksopern-Orchester sorgfältig einstudiert, setzt auf Transparenz. Die 20 Jahre alte Inszenierung von Karl Dönch überzeugt nach wie vor: Knusperhäuschen, Märchenwald, eine lila Hexe, die auf ihrem Besen durch die Luft zischt, - das fasziniert auch noch ältere Kinder. Lieblos wirkt dagegen das Programmheft: Bei einem Kinderanteil von mindestens 75 Prozent sind seitenlange Essays über den Komponisten fehl am Platz, - da gehören bunte Bilder, Bastelbögen und einfache Texte hinein!
Daniela Tomasovsky - DIE PRESSE - 23. Dezember 2005

Ein Abschied in Würde
Zu den größten kulturellen Absurditäten der vergangenen Wochen zählte es, die Volksoper generell infrage zu stellen. Selbstverständlich braucht die Stadt Wien das Haus am Gürtel. Es ist ein ideales Familientheater – na ja, es könnte ein solches zumindest viel öfter sein. Wie etwa in diesen Tagen mit der Wiederaufnahme der mittlerweile 20 Jahre alten Erfolgsproduktion von Engelbert Humperdincks "Hänsel und Gretel". Die Inszenierung von Karl Dönch ist zeitlos und ästhetisch auch nicht wesentlich anders als die aktuelle "Zauberflöte".
Leider war der südafrikanische Bariton Wicus Slabbert am Mittwoch zum letzten Mal auf einer Opernbühne (als Peter, der Vater) zu hören: Er zieht sich nach vielen Volksopern- (und auch Staatsopernjahren) zurück und wurde von Volksopernchef Rudolf Berger mit der Ehrenmitgliedschaft des Hauses bedankt. Slabbert hört zu einem Zeitpunkt auf, da seine Stimme noch viele Qualitäten hat. Was man von Mara Zampieri, der neuen Hexe, eher nicht behaupten kann. Sowohl Heinz Zednik als auch Adolf Dallapozza sind in dieser Traumpartie für reife Sänger um Klassen besser.
Irmgard Vilsmaier dagegen ist eine richtig böse, nicht sehr wortdeutliche Gertrud, Birgid Steinberger eine zarte Gretel und
Elisabeth Kulman ein in jeder Hinsicht überzeugender Hänsel.
Peter Rundel am Pult des Volksopernorchesters sorgte für Tempo und viel Dynamik. "Hänsel und Gretel" - immer wieder ein Pflichttermin für Eltern mit Kindern.
Gert Korentschnig - KURIER - 23. Dezember 2005

Hänsel und Gretel waren - in der Darstellung und stimmlich bezaubernd - Elisabeth Kulman und Birgid Steinberger.
H.M. - NEUE KRONENZEITUNG - 23. Dezember 2005

Märchenhaft schön
"Hänsel und Gretel" ist sonderbarerweise untrennbar mit Weihnachten verbunden. Liegt es an den unschuldigen Kindern oder sind‘s die Lebkuchen?
Ein wahres Fest jedenfalls war die Wiederaufnahme von Engelbert Humperdincks Kinderoper am Währinger Gürtel. Die Kinderaugen warteten schon ungeduldig auf Hänsel, Gretel und Hexe, die Erwachsenen erinnerten sich bei der schön interpretierten Ouvertüre ihrer eigenen Kindheit. Der Vorhang öffnete sich und enthüllte ein märchenhaftes Bühnenbild (Toni Businger) - ein bescheidenes Holzhaus, alte Fichten - die Stimmung verhieß von Anfang an spannendes Knistern.
Ein fabelhaftes Ensemble beherrschte die Bühne: Wicus Slabbert als Vater Peter genoss seine (letzte) Rolle in vollen Zügen, Elisabeth Kulman und Birgid Steinberger als Hänsel und Gretel harmonierten gut – von den Klassikern "Suse, liebe Suse", "Brüderlein, komm tanz mit mir" bis zum wunderschönen Abendsegen.
Im dritten Akt wurde es spannend: "Jetzt kommt gleich die Hexe", flüsterte ein kleines Mädchen im Parkett. Und sie kam. Mara Zampieri war die "echte" Knusperhexe - knorrig, bitterböse und herrlich komisch. Einem stimmlichen Teufelsritt folgte ein wilder Ritt auf dem Besen quer durch den Saal – Alt und Jung blieb vor Freude der Mund offen stehen.
Zampieri sang und spielte mit solchem Feuer – bis sie schließlich selbst in diesem landete. Ein Freudenfest. Der Kinderopernklassiker begeisterte auch dieses Jahr. Nach dem ersten Applaus stand die Volksopern-Belegschaft mit Direktor Rudolf Berger und Bundestheater-Chef Springer auf der Bühne. Nach der ersten Irritation war klar: Wicus Slabbert, gerade noch Vater von Hänsel und Gretel, bekam die Ehrenmitgliedschaft der Volksoper verliehen und beendete mit seiner Lieblingsrolle seine Karriere. Nach Bergers langer Rede wetzten die Kinder schon ungeduldig auf ihren Sitzen, die Erwachsenen verabschiedeten den Kammersänger aber mit stehenden Ovationen. Mit Melodien im Ohr ging es hinaus in die kalte Nacht.
Julia Urbanek - WIENER ZEITUNG - 23. Dezember 2005

Besucht: 27. Dezember 2005
Resumé: Eine hervorragende Aufführung
Kindertauglich: JA
Liebevoll und klassisch inszeniert wirkt die Aufführung in der Volksoper Wien, die am 1. Dezember 1985 ihre Premiere feierte. Neben dem bezaubernden Bühnenbild ist besonders der Hexenritt aus dem dritten Bild einen euphorischen Applaus wert. Fliegt doch die Hexe quer durch den Zuschauerraum und regt die Kinder zu wahren Begeisterungsstürmen an.
Die Besetzung glänzt durch Textverständlichkeit und Spielfreude. Ein Aspekt, der besonders beim jungen Publikum wesentlich scheint. Liebevolle Kostüme und das märchenhaft romantische Bühnenbild verleihen der Oper ihren typischen Glanz.
Doch auch der Opernkenner kommt hier auf seine Rechnung, denn die Leistung des Orchesters und der Solisten ist ein Kunstgenuss erster Güte.
Andreas Brixler - HAENSEL-UND-GRETEL.MUSIK-THEATER.COM - Dezember 2005

Wirklich zu feiern gab es an diesem Abend das mehr als geglückte Debüt von Elisabeth Kulman als Hänsel. Hatte Kulman doch vor fünf Tagen erst eine der drei Damen in der Zauberflöten-Premiere bravurös hinter sich gebracht, steht sie nun in ganz konträrer Geste als Junge gekonnt burschikos, tollpatschig, verspielt und in wortdeutlicher Mezzostimme ihrer ebenso wunderbaren Gretel Birgid Steinberger entzückend zur Seite.
Verena Ramsl - YAHOO! GROUP VOpera - 22. Dezember 2005

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Elisabeth Kulman - www.kulman.info