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Oper

Ch.W. Gluck: Orpheus und Eurydike

Ort
Opéra National de Paris - Palais Garnier

Termine
Dienstag, 7. Juni 2005 - 19.30 Uhr (Rollendebüt)
Mittwoch,
8. Juni 2005 - 19.30 Uhr
Freitag, 10. Juni 2005 - 19.30 Uhr
Montag, 13. Juni 2005 - 19.30 Uhr
Donnerstag, 16. Juni 2005 - 19.30 Uhr
Samstag, 18. Juni 2005 - 19.30 Uhr

Besetzung
Orpheus: Elisabeth Kulman
Eurydike: Sunhae Im, Jaël Azzaretti (8.6.)
Amor: Cassandre Berthon
(7., 16., 18.6.), Aleksandra Zamojska (8., 10., 13.6.)

Tänzer:
Orpheus: Kader Belarbi, Yann Bridard (8., 13.6.)
Eurydike:
Eleonora Abbagnato (7., 16.6.), Marie-Agnès Gillot (8., 13.6.), Alice Renavand (10., 18.6.)
Amor: Charlotte Ranson (7., 16.6.), Miteki Kudo (8., 13.6.), Muriel Zusperreguy (10., 18.6.)

Corps de Ballet der Pariser Nationaloper
Balthasar-Neumann-Ensemble
Balthasar-Neumann-Chor

Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Inszenierung und Choreografie: Pina Bausch (1975)
Kostüme: Rolf Borzik
Licht: Johan Delaere

Programm
Christoph Willibald Gluck: Orpheus und Eurydike
Ballettoper von Pina Bausch. In deutscher Sprache.

Text
La belle épouse est morte. Et le chagrin d'Orphée est inconsolable, son amour mortellement blessé. C'est bien le thème de l'opéra de Gluck que la chorégraphe Pina Bausch met en scène. Déjà, la force dramatique de ce compositeur avait inspiré la chorégraphe allemande : en 1974, l'année qui précède son interprétation d'« Orphée », elle avait affronté Iphigénie en Tauride. Avec Orphée et Eurydice, Pina Bausch annonce un « opéra dansé ». Les caractères principaux - Orphée, Eurydice, Amour - sont des voix. Mais ce sont aussi des corps qui dansent. Ainsi l'a voulu Pina Bausch : des personnages dédoublés, comme déchirés entre leur « moi chantant » et leur « moi dansant ». Dans son oeuvre lyrique, Gluck avait accordé à Orphée le pouvoir de vaincre les Ténèbres par la seule force de sa musique et la sincérité de sa douleur. La musique y rêvait d'un miracle : que les amants puissent se retrouver. Que la morsure fatale du serpent ayant tué Eurydice puisse être « réparée » par le seul cri de l'amant appelant son aimée par son nom. Ce cri, expressément voulu par Gluck, contre les usages lyriques de son temps, Pina Bausch en a conduit plus loin le pathétique. Sa vision ne contredit pas Gluck ; elle la prolonge : elle est plus sombre. Si la danse, fluide, dévoile des corps qui aiment, elle suggère surtout leur vulnérabilité. Le chant implore Zeus et l'émeut. Mais la danse, elle, pieds nus reliés au sol, rappelle la condition humaine. Elle dit la mort inéluctable. À chacun de ses quatre tableaux, la chorégraphe a donné un titre éloquent : Deuil. Violence. Paix. Mort. Pour Pina Bausch, l'étreinte la plus belle demeure celle de l'adieu. L'amour ne rendra pas Eurydice à son corps de mortelle. Ainsi, dans cette oeuvre, la danse n'est pas un divertissement. Elle donne chair à l'amour et déplore son irréparable perte.

Links
Opéra National de Paris: www.operadeparis.fr
Deutsche Website mit virtuellem Rundgang durch die Grand Opéra:
besuchen.opera-de-paris.com
Balthasar-Neumann-Ensemble: www.kulturprojekte.com

 

Christoph Willibald Gluck (1714-1787)

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(1714 - 1787)

 

Presse

 

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 Corps de Ballet der Pariser Nationaloper

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in "Orpheus und Eurydike"

Pressestimmen

Zahlreiche Komponisten haben sich zwischen Monteverdi und der Gegenwart des Orpheus-Mythos in unterschiedlicher Weise angenommen. Christoph Willibald Gluck hat das Thema zunächst italienisch und später in einer französischen Version komponiert. Die Rolle des Orpheus schrieb er, noch ganz der Tradition verhaftet, für einen Mezzo, doch wie es von der Komposition mehrere Varianten gibt, war auch die Rollenbesetzung eine dem jeweiligen Zeitgeist entsprechenden Wandlung unterworfen. Die Diskographie zeigt uns als Orpheus eine weite Bandbreite an Stimmlagen bis zum Bariton.
In der "alten" Pariser Oper, dem Palais Garnier, zeigte man in den letzten Wochen (30. Mai bis 19. Juni) eine Fassung in deutscher Sprache mit einem barockerprobten Orchester und Chor (Balthasar-Neumann Ensemble und Chor unter Thomas Hengelbrock) in einer Inszenierung, die als "Opéra dansé" angekündigt war.
Pina Bausch, Ikone des Tanztheaters und Leiterin des Tanztheater Wuppertal, hat "Orpheus und Eurydike" 1975 in Wuppertal zur Uraufführung gebracht; 1993 kam diese Produktion erstmalig nach Paris und jetzt erfolgte die Wiederaufnahe unter der Leitung der prominenten Choreographin. Bausch legt den Schwerpunkt ihrer Arbeit – ich bin versucht zu sagen "natürlich" – auf die Tänzer und behandelt die Sänger daher beinahe statisch und verbietet nahezu durchgehend schauspielerische Momente. Sie können sich so zwar vor allem auf den Gesang konzentrieren, die dennoch erforderliche szenische Präsenz erfordert aber ein so hohes Maß an Konzentration, dass nur wirkliche Persönlichkeiten diese Balance ermöglichen. Für jede der drei Gesangssolistinnen gibt es ein tanzendes Pendant, das die Geschichte der beiden Liebenden erzählt. Das Gegenstück zum Chor, der in dieser Produktion nicht auf der Bühne steht, bildet das Ballett.
Die Regie/Choreographie teilt die dreiaktige Oper in vier "Tableaus". Den Tänzern, die neben der Sängerin des Orpheus, die Hauptlast des Abends tragen, wird so zumindest kurzfristig eine Erholungspause geboten.
In der von mir gesehenen Aufführung am vergangenen Samstag, 18. Juni, waren Elisabeth Kulman und Sunhae Im in den Titelrollen zu hören, Cassandre Berthon sang den Amor. Die tanzenden Gegenpole waren Kader Belarbi (L'Amour – Orpheus), Alice Renavand (La Mort – Eurydike) und Muriel Zusperreguy (La Jeunesse – Amor).
Die blutjunge Cassandre Berthon gilt in Frankreich als sängerische Nachwuchshoffnung und könnte bei entsprechender Disziplin auf Sicht die Nachfolge der Dessay antreten. Sie verfügt über eine schöne Stimme, wenngleich nicht wirklich groß, und ist somit ein absolut rollendeckender Amor. Und vielleicht wird sie mit beginnender Karriere auch ihr Bühnendeutsch verbessern.
Sunhae Im kommt aus Korea und kann trotz ihrer Jugend schon auf eine ganze Reihe von Engagements in Deutschland und Zusammenarbeit mit prominenten Dirigenten verweisen. Sie verfügt über eine schöne Stimme, die vor allem in den lyrischen Passagen ihren vollen Glanz zeigt. Meine Vermutung, dass die Opernfreunde in den nächsten Jahren von ihr noch hören werden, dürfte keine Fehlprognose sein.
Den Orpheus hat Elisabeth Kulman, in Wien an der Volksoper engagiert und zuletzt bei den Schwetzinger Festspielen in "Telemaco" von Scarlatti von Presse und Publikum bejubelt, kurzfristig übernommen und in wenigen Tagen auf deutsch gelernt. Ihre Leistung ist nicht zuletzt unter diesen Rahmenbedingungen nicht hoch genug zu würdigen. Doch wüsste man nichts über dieses Umfeld, man käme nicht auf die Idee, dass sie vor wenigen Tagen das Haus- und Rollendebüt gefeiert hat. Neben einer überragenden Bühnenpräsenz verfügt sie über eine modulationsfähige Stimme, die auch in der extremen Tiefe nichts an Schönheit verliert und in der Höhe ihre Strahlkraft behält. Den Namen Kulman sollten sich die Opernfreunde merken.
Thomas Hengelbrocks Dirigat ist natürlich auf die Tänzer abgestimmt und somit nicht immer wirklich sängerfreundlich. Ein weicher Streicherklang bietet den Singstimmen aber einen angenehmen Boden. Warum er aber das Blech immer wieder zu wagnerischen Monumentalklängen auffordert, das weiß wohl nur er allein.
Großer Jubel im bis auf den letzten Platz ausverkauften Haus.
Michael Koling - YAHOO! GROUP OPERNFORUM - 20. Juni 2005

... Elisabeth Kulman, voix puissante bien le ton de cette oeuvre grave.
Elisabeth Kulman traf mit mächtiger Stimme den rechten Ton für das schwermütige Werk.
OPERA DATA BASE - 17. Juni 2005

ARCHIV.kulman.info 2005

Elisabeth Kulman - www.kulman.info