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Lied |
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Blicke mir nicht in die Lieder Termine Besetzung Programm TextGustav Mahler steht in vielfacher Hinsicht an einem
Wendepunkt der Musikgeschichte. Während die Welt langsam aber sicher in den
Weltkrieg schlittert, treibt er die Romantik, die „schöne“ Musik ins Extreme, ja
Bizarre. Die ambivalente Gesellschaft und eigene schmerzliche Lebenserfahrungen
bilden gleichsam den seelisch-geistigen Boden für sein gewaltiges symphonisches
Schaffen, in dem die von ihm entwickelten Orchesterlieder eine besondere
Stellung einnehmen. Mit hellwacher Sinnlichkeit komponiert Mahler hochexpressive
Musik um seine zentralen Themen: Liebe, Leidenschaft, Abschiednehmen, Leiderfahrung,
Einsamkeit. Seine Musik droht immer wieder zu zerbersten, so prall hat er sie
gefüllt. Musik am Rande des Abgrunds, nicht nur weil längst die Tage
von Dur und Moll gezählt sind. Amarcord Wien hat solche Sachen bereits mit Mussorsgkij und Satie angestellt – mit erstaunlichen Ergebnissen. Virtuos und gleichzeitig mit Sinn für das Wesentliche. In Arrangements, die die außergewöhnliche Besetzung für die jeweilige Musik wie geschaffen erscheinen lässt. Wer Amarcord kennt, weiß, wovon die Sprache ist. Die junge Mezzosopranistin Elisabeth Kulman ist durch ihre Vielseitigkeit für das Projekt prädestiniert: Sie singt die große Literatur aus Oper, Operette und Konzert ebenso wie feinste vokale Kammermusik aus den unterschiedlichsten Stilbereichen. Ihre außergewöhnliche Stimme hat sie bereits an führende Opernhäuser Europas wie die Staatsoper Berlin, die Opéra National de Paris und die Wiener Staatsoper, deren Mitglied sie seit 2007 ist, gebracht, nachdem sie mehrere Jahre lang an der Volksoper Wien zu hören war. Albert Hosp in Österreich vorzustellen ist müßig, jeder Hörer von Ö1 weiß um den Bann seiner Stimme und seiner Geschichten. Mit über 2000 Radiosendungen ist er ein gebranntes Kind, was die Musik betrifft. Er spinnt den erzählerischen Faden, bringt Randnotizen und Fußnoten ein, stellt Briefzitate und Originaltöne zur Verfügung - und wirft an diesem Abend gemeinsam mit den Musikern einen staunenden Blick auf diese Epoche europäischer Musikgeschichte. Text: Amarcord Wien, Oktober 2007
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"Blicke mit nicht in die Lieder "
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