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Pressestimmen
Die Wiener Staatsoper hat wieder einmal eine „Nabucco“-Serie angesetzt, die 40. Aufführung seit der Premiere Ende Mai 2001, und die Besetzung dürfte das Publikum nicht gerade zu den Kassen getrieben
haben. Nicht einmal die Parterre-Stehplätze waren ausverkauft, und der Lift auf die Galerie, der sonst belagert wird, gehörte mir zehn Minuten vor Vorstellungsbeginn ganz allein. Ja, wenn Carlos Alavarez auch – wie Licitra und Stemme – einen Ausflug von den „Macht des Schicksals“-Proben gemacht und den Nabucco gesungen hätte… Aber nein, es sollte nicht sein. Und dass die Inszenierung von Günter Krämer ein Schmarrn ist (zu Beginn zudem in die so genannten „Karajan’schen“ schwarzen Scheinwerfer getaucht), das hat
sich wohl schon herumgesprochen…
Wie dem auch sei, Pier Giorgio Morandi dirigierte unaufregend solide, und wenn das Publikum angeblich ohnedies nur den „Gefangenenchor“ hören will (wäre er vor der Pause, so mutmaßt man, wäre danach das halbe Haus leer), dann wurde es vom Staatsopernchor (einstudiert von Thomas Lang) gut bedient, klangschön und differenziert, nicht als grandioser Urschrei wie sommers in St. Margarethen, sondern hochkünstlerisch, wirklich exzellent. Im Übrigen stehen die Herrschaften oft wie im Konzertsaal herum und können so,
wie sie „angelegt“ sind, gleich in die nächste Aufführungsserie von „Moses und Aron“ weiterwandern…
Von der Premiere vor knapp sieben Jahren ist die Abigaille der Maria Guleghina übrig geblieben. Damals hielt ich sie für indisponiert, inzwischen hat sich längst herausgestellt, dass sie immer so singt – mit einer Brutalität der eigenen Stimme gegenüber, die über weite Stellen schmerzlich anzuhören ist. Gewiss, die Abigaille ist eine Monsterrolle (und im tiefst dekolletierten Abendkleid, später sogar im Luxuspelzmantel sieht die Dame wirklich gefährlich aus), aber man kann so etwas dennoch singen, statt es nur
mit Gewalt hinauszustoßen. Kurz, die Guleghina hörte sich an, als hätte sie mit ihrer Stimme in Zukunft nichts mehr vor, als könnte sie schadlos kaputt gehen – und das kann es ja wohl auch nicht sein?
Da ging Elisabeth Kulman als Fenena mit ihren Mitteln weit edler und mit besserem Ergebnis um, so dass man eigentlich immer bedauert, dass diese Partie so klein ist, vor allem angesichts der Mezzo-Rollen, die Verdi sonst geschrieben hat. Dass er gleichzeitig auch die Tenorrolle des Ismaele so bescheiden gehalten hat, war diesmal nicht zu beklagen, denn Marian Talaba ist mit seiner kehligen Stimme kein wirklicher Verdi-Held, sondern anderswo (etwa im „Boris“)
weit besser eingesetzt.
In der Titelrolle hörte man Alberto Gazale, schon optisch ein typisch wilder italienischer Bariton, der anfangs blass wirkte (zumindest stimmlich), aber dann sowohl in der Kantilene wie in der Dramatik zu einer sehr guten Besetzung aufblühte. Auch noch von der Premiere her erinnerlich: Giacomo Prestia, den man von Rechts wegen einen „profunden Bass“ nennen kann, als Zaccaria und Goran Simic nachdrücklich in der kleinen Rolle des Oberpriesters. Weiters waren Bendikt Kobel, für profilierte Nebenrollen bestens geeignet,
als Abdallo und Caroline Wenborne als Anna zu hören.
Das Publikum bestand offensichtlich nicht aus Fachleuten, war klatschfreudig und leicht zu täuschen, denn es nahm Lautstärke offenbar für das Gute, Wahre und Schöne in der Oper und paschte heftig, wenn Opernfreunden noch die Ohren klingelten. Dennoch hat man nicht den Eindruck, dass „Nabucco“ jenseits der Alpen (wo man keine sentimentalen Erinnerungen an die politischen Implikationen des Stücks und seiner Premiere hat) eine Lieblingsoper ist. Und in dieser gnadenlos affektierten, danebengegangenen Inszenierung
kann sie es auch gar nicht sein…
Renate Wagner - DER NEUE MERKER - 23. Februar 2008

Elisabeth Kulman sang Fenena. A beautiful voice, did her part wonderfully, one really hopes she gets a role she can shine into. Fenena is a small part. But she did it well!!
OPERADUETSTRAVEL.COM - Februar 2008

Leichter hattes es diesbezüglich die groß gewachsene, schlanke Elisabeth Kulman, die ihren St. Margarethener Fenena-Erfolgen vom letzten Sommer noch einiges hinzuzufügen hatte: zum pastosen Mezzo-Sound kommt jetzt noch der edle Metallklang in der Höhe und das ständig wachsende Stimmvolumen.
Sieglinde Pfabigan - DER NEUE MERKER 03/2008 (Vorstellung am 26. Februar 2008)

Auch Elisabeth Kulman als Fenena beeindruckte mit ihrem schönen Mezzo. Bedauerlicherweise hat ihr Verdi nur wenige Phrasen in die Kehle geschrieben.
Hans Sabaditsch - DER NEUE MERKER 03/2008 (Vorstellung am 29. Februar 2008)

Sehr schön klang die Fenena von Elisabeth Kulman. Ihre Stimme wird immer runder und größer.
Elena Habermann - DER NEUE MERKER 03/2008 (Vorstellung am 22. Februar 2008)
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