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Oper

Ch.W. Gluck: Orpheus und Eurydike

Ort
Opéra National de Paris - Palais Garnier

Termine
Dienstag, 5. Februar 2008 - 19.30 Uhr
Donnerstag, 7. Februar 2008 - 19.30 Uhr
Sonntag, 10. Februar 2008 - 14.30 Uhr
Dienstag, 12. Februar 2008 - 19.30 Uhr
Donnerstag, 14. Februar 2008 - 19.30 Uhr
Sonntag, 17. Februar 2008 - 14.30 Uhr
Dienstag, 19. Februar 2008 - 19.30 Uhr

Besetzung
Orpheus: Elisabeth Kulman
Eurydike: Svetlana Doneva
Amor: Hélène Guilmette

Tänzer:
Orpheus: Yann Bridard (5., 7., 12., 14.), José Martinez (10., 17., 19.)

Eurydike:
Eleonora Abbagnato (5.), Marie-Agnès Gillot (7., 12., 14.), Alice Renavand (10., 17., 19)
Amor: Muriel Zusperreguy (5.), Miteki Kudo (7., 12., 14.), Charlotte Ranson (10., 17., 19.)

Corps de Ballet der Pariser Nationaloper
Balthasar-Neumann-Ensemble
Balthasar-Neumann-Chor

Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Inszenierung und Choreografie: Pina Bausch (1975)
Kostüme: Rolf Borzik
Licht: Johan Delaere

Programm
Christoph Willibald Gluck: Orpheus und Eurydike
Ballettoper von Pina Bausch. In deutscher Sprache.

Text
Orphée et Eurydice : le drame dansé de Christoph Willibald Gluck
Précurseur de Mozart, Gluck (1714-1787) devait changer le visage de l'art lyrique, jugeant l'opéra de son époque comme une suite de mélodies sans rapport avec le texte. Il crée Orphée et Eurydice en 1762, drame dansé accompagné d'une chorégraphie d'Angiolini. Les Orphée ne manquaient alors pas, depuis l'Orfeo de Monteverdi considéré comme le tout premier opéra (1607). Mais l'oeuvre de Gluck se démarque par une ligne de chant épousant parfaitement l'action et les paroles. La division entre airs et récitatifs s'estompe : il ne demeure qu'une forme musicale unique d'une grande expressivité. Enfin, le choeur acquiert un rôle conséquent et ne se réduit plus à un simple accompagnement des solistes. Cet Orphée et Eurydice devait devenir l'oeuvre la plus populaire de Gluck.

La musique et le corps
Si Gluck voulut dès sa création que son oeuvre fut accompagnée d'une chorégraphie, c'est que sa musique renfermait en elle-même une dimension physique très forte : dans la première scène, lorsqu'Orphée aperçoit le cortège funèbre emportant Eurydice, il laisse éclater son désespoir en criant le nom de sa fiancée. Le mot cri est à prendre au pied de la lettre, Gluck exigeait que le chanteur crie, au lieu de chanter, le nom d'Eurydice : "Ne pensez pas dans ce moment, ni à la musique ni au choeur qui chante, mais criez au moment indiqué avec de la douleur comme si l'on vous coupait une jambe... Faites cela et cette douleur exprimée sera intérieure, morale et viendra du coeur."

La chorégraphie de Pina Bausch
Parce qu'elle dépasse les cultures et les langues, Pina Bausch considère la danse comme le seul véritable langage. Une danse qu'elle libère de tout accessoire superflu afin d'en rendre visible et perceptible l'essence même. La chorégraphe prend à bras-le-corps la souffrance d'Orphée, une souffrance que l'homme doit surmontée en affrontant ses désirs inassouvis.

Links
Opéra National de Paris: www.operadeparis.fr

 

Yann Bridard als Orpheus und Marie-Agnès Gillot als Eurydike

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Presse

 

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in "Orpheus und Eurydike"

Pressestimmen

Als Pina Bausch 1975 "Orpheus und Eurydike" im Tanztheater Wuppertal schuf, verwies sie deutlich auf die in der Tradition des Barock liegenden Wurzeln dieser Oper - Musik, Tanz und Gesang als gleichberechtigtes Gesamtkunstwerk. An der Pariser Oper wurde diese Produktion erstmals 1993 gezeigt, 2005 mit dem hauseigenen Ballett einstudiert und jetzt unter der Leitung von Pina Bausch mit vier Wochen Probenzeit wieder aufgenommen.
Zur Umsetzung des Konzeptes bedarf es starker Personen. Nicht nur, weil die Szene beinahe ohne Dekorationen und im letzten Bild ganz ohne auskommt. Sondern vor allem auch, weil die Saengerinnen neben den Tanzern nicht untergehen sollen.
Das gelingt im Palais Garnier, der alten Oper im Zentrum von Paris, nur bedingt. Zwar gibt es, weil beinahe jeden Tag gespielt wird, zwei Besetzungen in jeder Rolle (und bei den Tänzern sogar drei), die konnten aber unterschiedlicher nicht sein. Und zwar nicht nur in stimmlicher Hinsicht, sondern vor allem auch was die Persönlichkeiten betrifft.
Dieser "Orpheus" wird in Paris als Ballett angesetzt und scheint auch im eigentlichen Opernspielplan nicht auf. Für einen Großteil der Besucher steht daher auch der Tanz im Mittelpunkt des Interesses und die Tänzer sind die eigentlichen Stars des Abends. Das ergibt aber auch Rahmenbedingungen, mit denen Opernsänger erst vertraut werden müssen. Der Chor - ausgezeichnet der von Detlef Bratschke einstudierte Balthasar Neumann Chor - ist in den Orchestergraben verbannt, den Solistinnen bleibt in dem von Pina Bausch verpassten Korsett kein Rahmen für eigene darstellerische Entfaltung. Wäre nicht ab und zu ein Gang quer von rechts nach links und umgekehrt, man könnte beinahe von einem szenischen Oratorium sprechen. Und doch - bei Sängerinnen mit Charisma und Persönlichkeit geht dieses Konzept auch auf.
Maria Riccarda Wesseling, Orpheus in der Premiere am 4. Februar, erfüllt diese Ansprüche nur bedingt. Weder stimmlich noch von der Persönlichkeit ist sie in dieser Produktion eine Idealbesetzung. Natürlich kann man auch über die subjektiv empfundene Schönheit von Stimmen trefflich streiten, aber Schönheit und Ebenmaß im Vokalen habe ich bei ihr vermisst. Sie singt jeden Ton richtig, jedoch die Höhe nähert sich enger Schrille und die Tiefe klingt immer wieder unschön. Yann Bridard, der als einziger Tanzsolist auch am folgenden Tag das alter ego zum Gesangssolisten tanzt, hat neben ihr leichtes Spiel. Ganz anders Elisabeth Kulman in der zweiten Aufführung am 5. Februar. Mit ihrer Bühnenpräsenz reduziert sie die Tänzer - und unter denen finden sich einige, die sonst solistisch auftreten - beinahe zu Nebendarstellern. Und auch stimmlich werden die Wünsche und Erwartungen erfüllt. Ihre in allen Lagen volle und wohlklingende Stimme ist die ideale Ergänzung zur Figur. Man muss den Text nicht verstehen - es wird deutsch gesungen; eine Sprache, die eine deutliche Mehrheit im Publikum nicht spricht - um Trauer (um den Tod der geliebten Gattin), Freude (über das von Amor versprochene Wiedersehen) oder Leid (weil Eurydike für immer verloren ist) allein aus der Stimmfarbe zu verstehen. Die Götter wissen, warum ihr die Premiere vorenthalten worden ist.
Julia Kleiter und Svetlana Doneva alternieren als Eurydike. Beide sind absolut rollendeckend stimmlich wie darstellerisch. Und Obwohl Frau Doneva bereits mehrmals mit Thomas Hengelbrock gearbeitet hat und seine Art des Musizierens daher kennt, hat Julias Kleiter als Sängerin der Premiere auf mich einen besseren Eindruck hinterlassen. "Begleitet" wurden die beiden von Marie-Agnés Gillot (Kleiter) bzw. Eleonora Abbagnato (Doneva).
Sunhae Im, in der Serie von 2005 die Eurydike, singt jetzt den Amor mit für mich zu voller Stimme. Hélène Guilmette in der zweiten Aufführung ist da vokal doch rollenentsprechender. Als Person ist es dagegen genau umgekehrt - hier profitiert Im von ihrer Kenntnis der Inszenierung und ihrer beinahe zerbrechlichen Figur. Miteki Kudo und Muriel Zusperrguy sind die Tänzerinnen.
Als Orchester wurde wie schon 2005 das Balthasar Neumann Ensemble engagiert, ein auf "alte Musik" spezialisierter Klangkörper. Dass zum Teil auf Originalinstrumenten gespielt wird, ist im großen Haus zwar nicht unproblematisch, aber es wird ein idealer Klangteppich ausgebreitet. Ein besonderes Lob gilt dabei dem Flötensolo im 3. Bild. Dass dieser "Orpheus" zu einem trotz aller kritikasterischen Einwände zu einem musikalischen Ereignis wurde, liegt nicht zuletzt an der Leitung von Thomas Hengelbrock. Einmal mehr zeigt sich, dass er bei entsprechenden Bedingungen (Sänger und Musiker) auch ein guter Operndirigent und aufmerksamer Begleiter ist.
Nachsatz: Die Produktion wird am 16. Februar in ARTE direkt gesendet.
Michael Koling - DER NEUE MERKER - 7. Februar 2008

Sur le plan vocal, on aura particulièrement apprécié l’Orphée d’Elisabeth Kulman, qui, sans posséder une ampleur démesurée, fait montre d’une belle homogénéité de timbre, sans décoloration intempestive dans les graves. Par ailleurs, Mme Kulman est une musicienne accomplie, rendant avec fidélité toutes les subtilités de la partition.
Les chœurs et l’orchestre ont a nouveau fait l’unanimité, et le Bathasar-Neuman Ensemble et sont chef, Thomas Hengelbrock, ont été très chaleureusement applaudis.
FORUM DANSOMANIE - Februar 2008

Übersetzung:
Auf der stimmlichen Seite ist besonders der Orpheus von Elisabeth Kulman hervorzuheben, die, ohne ein übermäßiges Volumen zu besitzen, eine schöne Homogenität im Timbre ohne unangebrachte Verfärbung in den Tiefen zeigt. Außerdem ist Frau Kulman eine vollendete Musikerin, die mit Präzision alle Feinheiten des Notentextes wiedergibt.

Bon, à vrai dire, la partie purement vocale eut un peu de mal à tenir le niveau, littéralement submergée par la danse. Néanmoins, il convient de souligner le beau timbre et le style parfait de la mezzo autrichienne Elisabeth Kulman (Orphée) ainsi que la belle tenue vocale de la soprano bulgare Svetlana Doneva (Eurydice) et de la soprano québécoise Hélène Guilmette (Amour).
Autre énorme élément de plaisir, Gérard Mortier avait à nouveau invité pour ce spectacle le Balthasar-Neumann Ensemble und Chor, sous la direction du maître allemand Thomas Hengelbrock. Phrasant la partition de Gluck avec une précision du trait remarquable, une musicalité accomplie et un sens du drame saisissant, ils furent tous le contrepoint musical parfait de ce spectacle unique.
Robert Pénavayre - CLASSICTOULOUSE.COM - 19. Februar 2008

Übersetzung:
... Hervorzuheben ist das schöne Timbre und der perfekte Stil der österreichischen Mezzosopranistin Elisabeth Kulman (Orpheus) sowie die schöne Stimme der bulgarischen Sopranistin Svetlana Donoeva (Eurydike) und der Sopranistin Hélène Guilmette (Amor) aus Québec. ...

A ceux qui souhaitent assister à ce spectacle en priorité pour la musique, il convient de recommander plutôt la deuxième distribution vocale, en particulier pour le bel Orphée d'Elisabeth Kulman, à mon avis nettement supérieur à celui de ...
FORUM DANSOMANIE - Februar 2008

Übersetzung:
Denen, die die Aufführung im vorrangigen Interesse für die Musik besuchen wollen, sei die zweite Sängerbesetzung empfohlen, insbesondere wegen dem schönen Orpheus von Elisabeth Kulman, aus meiner Sicht dem von ... deutlich überlegen.

ARCHIV.kulman.info 2008

Elisabeth Kulman - www.kulman.info