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Geistliche Musik |
Erich Zeisl: Requiem Ebraico |
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OrtWien - Musikverein, Großer Saal
Termine Samstag,
3. Oktober 2009 - 15.30 Uhr
AusführendeIldikó Raimondi, Sopran Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien Dirigent: Tugan Sokhiev (statt Zubin Mehta)
ProgrammJoseph Haydn: Symphonie D-Dur, Hob. I:104, "12. Londoner Symphonie" Erich Zeisl: The 92nd Psalm - Requiem Ebraico Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4, e-Moll, op. 98
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Erich Zeisl (1905-1959)
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TextAnlässlich des 50ten Todestages des österreichischen Exilkomponisten Erich Zeisl spielen die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Zubin Mehta die Komposition "The 92nd Psalm - Requiem Ebraico" im Programm des ersten Abonnementkonzerts der Saison 2009/2010. Der 1905 in Wien geborene Sohn eines Wiener Kaffeehausbesitzers emigrierte 1938 nach Paris und in weiterer Folge in die USA, wo er Anerkennung als Komponist von Liedern, Kammermusik, Chor- und Filmmusik fand. Werke von Anton von Webern und Johannes Brahms runden das philharmonische Konzertprogramm ab. 1905 in Wien geboren, gehörte Erich Zeisl in den 30er Jahren zu den erfolgreichsten jungen Komponisten Österreichs. Der 'Anschluß' unterbricht die vielversprechende Karriere: die geplante Uraufführung seiner Oper nach Büchners 'Leonce und Lena' im Schönbrunner Schloßtheater wird abgesetzt (sie harrt bis heute der Uraufführung). Als Jude ist Erich Zeisl gezwungen, Wien zu verlassen. Seine Flucht in der Nacht nach dem Novemberpogrom bringt ihn über Frankreich in die USA. 1944/45 entsteht dort das 'Requiem Ebraico'. Der Komponist, der bis 1938 über 100 Lieder geschrieben hatte, schreibt seit der Flucht kein einziges mehr; seine im Exil begonnene Oper 'Hiob' nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Roth bleibt unvollendet. Filmkomponist bei MGM, Lehrtätigkeit Southern California Music School, Los Angeles City College. Erich Zeisl stirbt 1959 in Los Angeles. Werke: über 100 Lieder, Kammermusik, Chor- und Orchesterwerke, Opern. Durch unvorhersehbare Ereignisse im privaten Bereich sah sich Zubin Mehta gezwungen, die Leitung dieser Konzerte zurückzulegen. Tugan Sokhiev, 32jähriger Chefdirigent des Orchestre Nationale du Capitole (Toulouse), hat sich kurzfristig bereit erklärt, die Konzerte zu übernehmen. Er wird anstelle von Weberns Passacaglia die "12. Londoner Symphonie" von Joseph Haydn dirigieren, ansonsten bleibt das vorgesehene Programm unverändert aufrecht. LinksErich Zeisl-Website: www.schoenberglaw.com/zeisl/ (englisch)
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PressestimmenDie Solisten verliehen - fein abgestimmt - ihren Partien hohe Nachdrücklichkeit. Der schön geführte lyrische Sopran von Ildikó Raimondi, der aparte Alt Elisabeth Kulmans und Adrian Eröds nobler Bassbariton verschmolzen zu optimaler Wirkung. Viel Erfolg im goldenen Saale. Inge M. Scherer - DER NEUE MERKER 11/2009 Auf ihrer Tournee durch Europa und Fernost wurden die Wiener Philharmoniker bejubelt; zum Auftakt der Abonnement-Saison im Musikverein gab’s nur freundlichen Beifall. Dirigent Tugan Sokhiev – er sprang für Zubin Mehta ein – mag ein aufstrebender Maestro sein, aber mehr als ein solider Taktschläger ist er (noch?) nicht. Das zeigte sich bei der eher sehr belanglosen Wiedergabe von Haydns „Salomon-Symphonie“ (Nr. 104) und dann auch bei der mit viel Routine absolvierten 4. Symphonie von Brahms. Dazwischen aber brachen die an sich exzellenten Philharmoniker eine Lanze für den vor 50 Jahren verstorbenen, vom Nazi-Terror vertriebenen Erich Zeisl. Dessen „Requiem Ebraico“ war dank des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde und der Solisten Adrian Eröd, Elisabeth Kulman und Ildikó Raimondi eine Entdeckung. Peter Jarolin - KURIER - 5. Oktober 2009
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ARCHIV.kulman.info 2009 |
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