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Lied |
Mussorgsky Dis-Covered |
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OrtStadtinitiative Wien - Ehrbar Saal, Mühlg. 30, 1040 Wien
TermineDonnerstag, 19. Februar 2009 - 19.30 Uhr
Ausführende
Elisabeth Kulman - Mezzosopran
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Mussorgsky Dis-Covered
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PressetextMUSSORGSKY DIS-COVERED, ein Projekt, das 2006 von Tscho Theissing und der jungen Mezzosopranistin Elisabeth Kulman (Wiener Staatsoper) gemeinsam mit dem Ensemble pago libre initiiert wurde, beschäftigt sich auf unorthodoxe Weise mit der Musik eines aus heutiger Sicht "klassischen", zu seinen Lebzeiten allerdings wegen seiner ungewöhnlichen Ideen sehr umstrittenen, ja angefeindeten Komponisten. Modest Mussorgsky (1839-1881) arbeitete in St. Petersburg wie besessen daran, abweichend vom westeuropäisch orientierten Mainstream seiner Zeit eine genuin russische Kunstmusik zu entwickeln, bei der er auch die russische Sprache und das russische Volk in den Mittelpunkt stellen wollte. Dass er offenbar etwas eigenbrötlerisch und darüber hinaus noch alkoholkrank war und nie eine akademische musikalische Ausbildung erhalten hatte, erleichterte
es seinen Zeitgenossen, ihn des öfteren als autodidaktischen Sonderling abzutun. Elisabeth Kulman und ihre vier virtuosen Mitstreiter konzentrieren sich beim Projekt MUSSORGSKY DIS-COVERED nicht so sehr auf die Hits wie "Bilder einer Ausstellung" oder "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" (obwohl auch Teile dieser Werke im Lauf des Abends als Zitate präsent sind), sondern hauptsächlich auf Mussorgskys Lieder, die in ihrer kleinen Form alle seine genialen Facetten enthalten und unbedingt eine Entdeckung wert sind. Einige Lieder sind den bekannteren Zyklen "Kinderstube" und "Lieder und Tänze des Todes" entnommen. Dabei ging es bei den Bearbeitungen nicht darum, möglichst nahe an den Originalen zu bleiben, sondern darum, von Mussorgskys Ideen einen Bogen zu unserer musikalischen Gegenwart zu spannen, sie also als Ausgangspunkt eigener Erkundungen zu verwenden. Da werden einzelne seiner Themen improvisatorisch weitererzählt oder ganze Stücke in einen jazzigen Kontext versetzt; da gibt es auch immer wieder Gelegenheit für virtuose Ausflüge. Dass Mussorgsky nicht nur mit unerhört modernen harmonischen und rhythmischen Kühnheiten arbeitete, sondern dabei auch immer "ein Ohr am Volk" hatte und auf (authentische wie nachempfundene) russische Folklore zurückgriff, macht viele seiner Kompositionen auf frappante Weise für eine jazzig-improvisatorische Weiterbearbeitung geeignet – man wird vom Groove dieser Stücke überrascht sein. Cover versions of Mussorgsky's tunes, waiting to be dis-covered by the audience! Die vielseitige junge österreichische Mezzosopranistin Elisabeth Kulman steht am Beginn einer großen internationalen Karriere. Neben ihrem Engagement als Mitglied der Wiener Staatsoper (u.a. Marina in Mussorgskys "Boris Godunow", Mrs. Quickly in Verdis "Falstaff", Trägerin der Eberhard Waechter-Medaille 2007 für ihre Gestaltung des Prinzen Orlofsky in der "Fledermaus") reüssierte sie als Carmen an der Berliner
Staatsoper und als Glucks Orpheus an der Opéra National de Paris. "Il Giustino" von Giovanni Legrenzi bei den Schwetzinger Festspielen wurde nicht zuletzt durch ihre Interpretation der Titelpartie als "Wiederentdeckung des Jahres 2007" geehrt. Das Projekt MUSSORGSKY DIS-COVERED wurde ursprünglich von Elisabeth Kulman und Tscho Theissing – er zeichnet für das Konzept und die außergewöhnlichen musikalischen Bearbeitungen verantwortlich – gemeinsam mit dem multinationalen Ensemble pago libre entwickelt, das seit seiner Gründung 1989 unbeirrbar einen höchst eigenständigen Weg zwischen allen Stilen beschritten hat, der am ehesten als paneuropäisch-jazzige neue Kammermusik charakterisierbar
ist. Ihre letzte (bereits sechste) CD "stepping out" wurde von BBC London als "The most non-boring record you’re likely to come across this year" gerühmt. Ab Februar 2009 ersetzt bei MUSSORGSKY DIS-COVERED der vielseitige slowakische Pianist Miki Skuta den irischen Schweizer John Wolf Brennan. Miki Skuta bringt neben seiner Kompetenz als klassischer Klaviersolist – er hat u.a. Bachs Goldberg-Variationen und 16 Beethoven-Klaviersonaten auf CD eingespielt – auch umfangreiche Erfahrung aus dem Jazzbereich mit, wo er mit Christian Muthspiel, Beni Schmid, Klaus Dickbauer, Peter Herbert u.v.a.
arbeitete.
LinksStadtinitiative Wien: www.stadtinitiative.at
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PressestimmenEine Jamskaja Sessja (ich weiß nicht, ob Jam session auf russisch so heißt), eine Klezmer-Musik, ein Liederabend einer die Marina im "Boris" singenden Opernsängern, oder was war das für ein Abend? Ich meine einfach, ein tolles Zusammenspielen, Aufeinander-Eingehen von fünf Virtuosen, vor allem aber Musikern. Das Ensemble besteht aus Arkady Shilkloper (Horn, Flügelhorn, Alphorn), Tscho Theissing (Violine), der auch die meisten Arrangements besorgt hat, Miki Skuta am Klavier und auf der Melodica sowie Georg Breinschmid am Kontrabass. Jeder hatte im Ablauf des Abends auch seine Soli, bei denen die ganze Virtuosität zum Vorschein kam. Der im Ensemble neue Pianist verbiss sich förmlich in seine Soli, der Kontrabass lieferte Flageoletts und andere Effekte, beim Alphorn bewunderte man die Tatsache des zwischen zwei Halbtönen liegenden 7. Obertons statt in der Theorie einmal in Wirklichkeit, und die Geige hatte schwerere Aufgaben als bei so manchem Violinkonzert. H.P.N. - DER NEUE MERKER 03/2009
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ARCHIV.kulman.info 2009 |
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